BitMEX verpflichtet sich zur Klimaneutralität

Über einen Emissionsausgleich pro Transaktion will die einflussreiche Handelsplattform einen Beitrag zur Minderung des CO2-Abdrucks von PoW-Kryptos leisten.

Die Krypto-Handelsplattform BitMEX, die im vergangenen Jahr in erster Linie für Negativschlagzeilen gesorgt hat, will nicht nur ihren Ruf, sondern scheinbar auch den Ruf der Kryptobranche insgesamt aufpolieren, indem sie die Umweltschädlichkeit von Proof-Of-Work (PoW) Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) durch Ausgleichszahlungen abfedern will.

In einer entsprechenden Mitteilung vom 21. Mai schreibt die BitMEX zwar, dass es „stark unterschiedliche Meinungen und Informationen“ bezüglich der tatsächlichen Umweltschädigung von PoW-Kryptowährungen gibt, nichtsdestotrotz sieht sich die Krypto-Handelsplattform in der Verantwortung, „einen positiven Beitrag zu leisten“.

Dieser „Beitrag“ ist finanzieller Natur, denn die BitMEX will ihren CO2-Fußabdruck damit ausgleichen, dass sie 0,0026 US-Dollar für jeden 1 US-Dollar an Transaktionsgebühr spendet, den sie von ihren Nutzern bezahlt bekommt. An welche Organisationen die Spendengelder gehen, ist bisher unbekannt, denn die Handelsplattform sieht sich derzeit noch nach Partnern um.

In diesem Zusammenhang heißt es:

„Der Emissionsausgleich ist nicht der einzige Weg, um die Umweltbelastung von Kryptowährungen zu verringern, aber er ist ein guter Anfang. […] Die Branche muss an einem Strang ziehen, um dieses Problem zu lösen, und damit unsere guten Ideen dadurch nicht zur Nebensache werden.“

BitMEX hat den Spendenwert von 0,0026 US-Dollar aus einer groben Berechnung von Sam Bankman-Fried abgeleitet, der wiederum Geschäftsführer der Krypto-Handelsplattform FTX und von Alameda Research ist. Demnach wären in dieser Berechnung „große Puffer“ eingebaut, sodass alle Krypto-Unternehmen mit Emissionsabgaben in dieser Größenordnung klimaneutral werden könnten.

Allerdings muss die Kryptobranche wahrscheinlich einen viel umfangreicheren Lösungsansatz wählen, wie die BitMEX bereits einräumt. Der Finanzstabilitätsrat der Europäischen Zentralbank hatte diesen Monat ausdrücklich den „exorbitanten CO2-Fußabdruck“ von Kryptowährungen angemahnt. Auch einflussreiche Firmen und Organisationen wie Tesla und Greenpeace sehen inzwischen wegen Umweltbedenken von Bitcoin als Zahlungsmittel ab.

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