BTC-Kurs „auf dem Weg zu 90.000 US-Dollar“: 5 wichtige Dinge zu Bitcoin diese Woche

Die Unterstützung bei 60.000 US-Dollar gibt Anlegern Zuversicht und schürt Prognosen, dass höhere Hochs noch möglich sind.

Bitcoin (BTC) ist in der neuen Woche fest entschlossen, 60.000 US-Dollar als Unterstützung zu halten. Die Allzeithochs hingegen waren bisher nicht erneut erreichbar.

Nach einem klassischen Rückgang am Sonntag, haben die Bullen wieder die Kontrolle übernommen und es geschafft, BTC über 60.000 US-Dollar zu halten.

Obwohl weder die Allzeithochs vom April, noch vom Oktober erneut erreicht wurden, sind Anleger gespannt, wie weit Bitcoin noch steigen kann.

Die Erwartungen sind äußerst hoch, manche Prognosen für die nächsten Monate bis zu 300.000 US-Dollar Vorhersagen. Außerdem ist es auch möglich, dass der Bullenlauf sich weit in das Jahr 2022 fortsetzt.

Cointelegraph betrachtet fünf Faktoren, die für die BTC-Kursentwicklung in den nächsten Tagen wichtig sind.

„Durchgehende Wetten auf den Spot-Kurs“ von Bitcoin

Die US-Aktien-Futures stagnieren bisher weiterhin.

Die Inflation zeigt weiter Wirkung und sogar die US-Zentralbank gibt zu, dass diese noch für eine längere Zeit hoch bleiben könnte. In Krypto-Kreisen wird weiter heftig über die Besteuerung unrealisierter Gewinne diskutiert.

Auch die Preise für Handelswaren steigen immer weiter. Nur Bitcoin hält sich eher ruhig und entkoppelt sich immer weiter vom Makromarkt.

Im Vorfeld der Notierung eines Dritten Bitcoin-Futures-ETF am Montag Rücken Gold und traditionelle ETFs sowie die Bedrohung, die Bitcoin für diese darstellt, in den Fokus.

„Wenn der Anstieg des offenen Interesses an der CME diese Woche innerhalb nur weniger Tage auf den ersten Rang weltweit kein Signal für ein massives institutionelles Interesse ist, dann weiß ich auch nicht“, so Charles Edwards, der CEO der Investmentfirma Capriole zu dieser Entwicklung.

„Das ist eine Wachablösung.“

Bitcoin-Futures Open Interest Chart. Quelle: Charles Edwards/Twitter

Edwards sagte zuvor, dass Futures-ETFs für „durchgehende Wetten auf den Spot-Kurs“ von Bitcoin führen würden. Mit dieser Aussage reagierte er auf die Besorgnis, wie mächtig dieses Instrument insgesamt ist.

Betrachtet man die Futures-Volumen, sieht man, dass es bei jedem Anstieg auf 60.000 US-Dollar große Käufe gab, wie der Chef der On-Chain-Analysefirma CryptoQuant Ki Young Ju hinzufügte.

Wie beim Bullenlauf 2017

Wie es oft geschieht, folgte auf einen schwachen Sonntag ein starker Montag. Dabei ist Bitcoin auf über 62.000 US-Dollar geklettert.

Letzte Woche verzeichnete Bitcoin einen Rückgang um 10 Prozent von seinem neuen Allzeithochs bei 67.100 US-Dollar, wobei des Allzeithochs vom April bei 64.900 US-Dollar kaum Unterstützung bot.

Obwohl allmählich pessimistische Stimmen laut wurden, hat sich Bitcoin dennoch innerhalb dieser neuen Zone bewegt. Analysten haben dennoch erklärt, dass auch ein Rückgang auf 50.000 US-Dollar immer noch eine solide Kursentwicklung wäre.

Knapp unter 60.000 gibt es auch sehr viele Käufer, was für weitere Beruhigung sorgte.

„So weit, so gut“, so der Cointelegraph-Mitarbeiter Michaël van de Poppe am Montag.

„Bitcoin ist auf dem Weg zu 90.000 US-Dollar.“

Der Zeitpunkt, wann dieses Ziel erreicht werden sollte, wurde diesen Monat immer weiter nach hinten gesetzt. Michaël van de Poppe glaubt, dass es erst im ersten Quartal nächsten Jahres soweit ist. Andere Prognosen sagen, dass ein sechsstelliger Kurs schon viel früher erreicht werde.

Für Oktober wird ein Kurs von etwa 63.000 US-Dollar prognostiziert. Die Preisfindungsphase soll sich erst in den letzten zwei Monaten des Jahres 2021 entfalten.

Beliebte Analyst TechDev glaubt, dass der Bitcoin Kurs immer noch seine Kursentwicklung aus dem Jahr 2017 sehr genau nachspielt. Auch das würde bedeuten, dass ein viel höheres Niveau noch vor Jahresende erreicht wird, so wie es im Dezember 2017 der Fall war.

VanEck-ETF kurz vor Start

Auch in dieser Woche gibt es Grund dazu, im Hinblick auf institutionelle Investitionen optimistisch zu werden. Am Montag soll ein weiterer Bitcoin-ETF an die Börse gehen.

Ein ETF von VanEck soll notiert werden. VanEck ist bereits in Kryptowährungskreisen bekannt, weil das Unternehmen schon seit Jahren versucht, einen Bitcoin-ETF auf den Markt zu bringen.

Genau wie die vorhergehenden ETFs wird der Bitcoin Strategy ETF (XBTF) von VanEck auf Bitcoin-Futures basieren. Damit herrscht eine noch stärkere Konkurrenz im Vorfeld der SEC-Entscheidung zu physischen ETFs im nächsten Monat.

Bei XBTF fällt eine Verwaltungsgebühr in Höhe von 0,65 Prozent an und der ETF wird damit der dritte Bitcoin-Futures-ETF auf dem US-Markt.

VanEck plant auch die Einführung eines physischen ETF. Über diesen muss die US-Wertpapieraufsicht bis zum 14. November entscheiden.

Wie Cointelegraph berichtete, sind die Meinungen im Hinblick auf den Nutzen von Futures-ETFs zwar gemischt, aber dennoch hat der erste ETF von ProShares sehr starke Zahlen vorgelegt.

Der zweite ETF von Valkyrie entwickelte sich etwas weniger spektakulär.

„Wir glauben, dass Bitcoin auf dem besten Weg ist, wie Gold gehandelt zu werden“, so der Bloomberg-Stratege Mike McGlone am Tag der Notierung von diesem ETF.

Dabei spielte er auch die Wandlung an, die Gold durch machte, als Anfang der 2000er Jahre Gold-ETFs in den USA auf den Markt kamen.

Damals hat der erste Gold-ETF, nämlich der SPDR Gold Trust (GLD), wie der ETF von ProShares über 1 Milliarde US-Dollar in den ersten drei Handelstagen im November 2004 verzeichnet.

Genehmigte Bitcoin-ETFs, chronologisch geordnet Quelle: Arcane Research

Keine großen Ausverkäufe auf Börsen

Wie Cointelegraph berichtete, sind Börsen im derzeitigen Marktumfeld ein wichtiger Aspekt, da der sinkende Bitcoin-Angebotstrend sich verlangsamt.

Bei Bullenläufen signalisieren sehr starke Zuflüsse von Bitcoin auf Börsen das Niveau, an dem die Masse verkaufen möchte und damit die wahrscheinliche Kursspitze.

Auch die Menge an Bitcoin, die auf Börsen gehalten wird, fällt derzeit. Das hat sich seit dem Einbruch im Mai beschleunigt.

Aktuellen Daten zufolge weicht die Situation auf Binance von der Situation auf anderen großen Plattformen diesen Monat ab, da die Börse BTC-Zuflüsse verzeichnet hat, während es beim Rest Abflüsse gab.

Die neuen Allzeithochs Bitcoin haben zu einem kleinen Anstieg der BTC-Mengen auf Börsen geführt. Aber angesichts des vorherrschenden Abwärtstrends ist dieser vernachlässigbar.

BTC-Reserven auf Börsen, Chart. Quelle: Bybt

HODLer wollen bekanntermaßen kurz nach einem neuen Allzeithoch nicht verkaufen und institutionelle Käufer planen keine spontanen Verkäufe, da sie gerade erst investiert haben.

Insbesondere Derivatebörsen haben die vergangene Woche über sehr viele Käufe verzeichnet.

Reset der Stimmung

Die Stimmung auf dem Kryptomarkt wird sich demnächst wieder ändern. Aber anders als zu Beginn des Monats, werden Anleger nun vorsichtig.

In diesem Zusammenhang:Top-5-Kryptowährungen diese Woche: BTC, SOL, AVAX, ALGO, AXS

Laut dem Crypto Fear & Greed Index herrscht im „Uptober“ kein unnachhaltiger Optimismus mehr im Hinblick auf Bitcoin oder Altcoins.

Nachdem er letzte Woche „extreme Gier“ anzeigte, ging der Index genau wie der Bitcoin-Kurs etwas zurück und lag am Montag bei 72/100 und damit bei „Gier“.

In den letzten drei Monaten hat sich um dieses Niveau ein Cluster gebildet. Das signalisiert, dass es zu einem Reset der Stimmung gekommen ist.

Angesichts der Tatsache, dass sich die klassische Zyklusspitze mit einem Index von 95/100 überschneidet, kann man daraus wohl schließen, dass der Kursanstieg noch etwas weitergehen wird, vorausgesetzt, dieser ist langsam genug.

Crypto Fear & Greed Index, 25. Oktober. Quelle: TradingView

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