Die „Angst“ kehrt zurück – Stimmungslage um Bitcoin kippt in nur 2 Tagen

Die „Gier“ im Markt schlägt langsam in „Angst“ um, doch die langfristigen Anleger bleiben unbeirrt und profitieren dadurch.

Bitcoin (BTC) ist im Vergleich zum jüngsten Rekordhoch aktuell um 20 % eingebrochen, weshalb nun auch die Stimmungslage auf dem Markt in „ängstlich“ umschlägt.

Dies geht aus dem Stimmungsbarometer Crypto Fear & Greed Index hervor, das sich nach den letzten Verlusten vom heutigen 19. November endgültig von der „Gier“ („Greed“) verabschiedet.

Stimmung kippt in zwei Tagen

Die Stimmung folgt dabei einem schwindenden Kurs, der in dieser Woche immer mehr nachgelassen hat, obwohl viele Kennzahlen insgesamt noch positiv gestellt sind.

So sind zum Beispiel die Futures-Trader größtenteils weiterhin sehr optimistisch und wetten auf einen heftigen Aufschwung in den nächsten Tagen.

Nichtsdestotrotz zeigt der Crypto Fear & Greed Index, dass sich die Stimmungslage zunehmend verschlechtert und sich damit der Kursentwicklung angleicht.

Bei Redaktionsschluss weist das Stimmungsbarometer 34/100 Punkten aus, was ganz klar auf „Angst“ hindeutet. Hinzu kommt, dass dieser Umschwung relativ heftig war, denn von gestern auf heute ging es um 20 Punkte nach unten.

Dies steht im klaren Kontrast zu den letzten zwei Monaten, denn in diesen lag der Index durchgängig bei über 70 Punkten, was eine (positive) Gier ausweist.

Dementsprechend sind die Anleger zurzeit so ängstlich wie zuletzt Ende September, also bevor Bitcoin sich in neue Rekordhöhen aufschwingen konnte.

Crypto Fear & Greed Index. Quelle: Alternative.me

Alte Hasen bleiben unbeirrt

Allerdings erstarren nicht alle Investoren vor Angst.

Wie Cointelegraph berichtet, kaufen besonders die Wale, also die Großinvestoren, angesichts sinkender Kurse fleißig an, zudem ist ein klarer Unterschied zwischen Anlegern, die schon lange dabei sind und „Neulingen“ ersichtlich.

Diese Lesart wird auch durch Daten belegt, die den Profit von kurzfristigen und langfristigen Bitcoin-Anlegern vergleichen.

So zeigt die Analyse des Krypto-Marktforschungsinstituts Glassnode, dass langfristige Anleger (LTH), also Anleger, die in den letzten Monaten nicht verkauft haben, nur zu 3 % im Verlust sind und zu 78 % im Profit liegen.

Kurzfristige Anleger (STH), die ihre Coins innerhalb der letzten 155 Tage verkauft haben, mussten derweil den Großteil der Verluste im jüngsten Abschwung schlucken.

„STHs, die zu Höchstwerten gekauft haben, besitzen die Mehrheit der Umlaufmenge von BTC und befinden im noch nicht realisierten Verlust“, so Glassnode am heutigen Freitag auf Twitter.

Profit/Verlust von langfristigen (LTHs) und kurzfristigen Anlegern (STHs). Quelle: Glassnode

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.