Drei Gründe: Warum Bitcoin noch nicht über 40.000 US-Dollar ausbrechen konnte

Die Bitcoin-Bullen sind wieder präsent, aber der stärker werdende US-Dollar, eine neue Corona-Welle und niedrige Trading-Volumen bedrohen die derzeitige Erholung.

In den letzten paar Monaten herrschte auf dem Kryptowährungsmarkt Verwirrung darüber, ob Bitcoin (BTC) weiter fällt oder endlich bereit ist, neue Höchststände zu erreichen.

Der Kursverlauf von Bitcoin und die Daten aus früheren Korrekturen deuten darauf hin, dass das aktuelle Ringen der Top-Kryptowährung noch etwas länger andauern könnten. Gründe dafür sind der stärker werdende Dollar, die abnehmenden wirtschaftlichen Hilfen und eine Reihe technischer Faktoren im Zusammenhang mit der Kursentwicklung von Bitcoin.

Starker US-Dollar bedroht die Erholung von Bitcoin

Laut Daten von Delphi Digital ist der stärker werdende US-Dollar einer der größten negativen Faktoren für riskante Vermögenswerte auf der ganzen Welt. Dieser versucht eine Trendwende zu erreichen, nachdem der Index Ende Mai auf unter 90 gefallen ist.

DXY 1-Tageschart. Quelle: TradingView

Da der Dollar stärker wurde, setzte das dem einjährigen Aufwärtstrend der 10-Jahresrendite von US-Staatsanleihen ein Ende. Das spiegelt auch die Tatsache wider, dass die in der ersten Hälfte des Jahres 2021 verzeichnete wirtschaftliche Expansion allmählich an Schwung verliert und die Gefahr besteht, dass eine neue Welle von Corona-Infektionen die globale wirtschaftliche Erholung bedroht.

Fraktale und Todeskreuz: Korrektur noch nicht vorbei

Die kurzfristigen Aussichten für Bitcoin sind weiter negativ, da es zuvor bei einem „Todeskreuz“, das Ende Juni auf dem Chart von BTC zu sehen war, zu einer Korrektur kam, die fast ein Jahr dauern kann.

Bärische Überkreuzung des 50-Tage- und 200-Tage-MA. Quelle: Delphi Digital

Laut den Analysten von Delphi Digital wird der gleitende 12-Monats-Durchschnitt derzeit als Unterstützung getestet. Ein Fall unter dieses Niveau würde einen weiteren Abwärtstrend beim BTC-Kurs signalisieren.

Bitcoin-Kurs testet gleitenden 12-Monats-Durchschnitt. Quelle: Delphi Digital

Der gleitende 12-Monats-Durchschnitt war in der Vergangenheit ein wichtiges Unterstützungsniveau für Bitcoin. Die Kursentwicklung in der Nähe dieses Niveaus könnte daher darüber entscheiden, ob der aktuelle Aufwärtstrend bestehen bleibt.

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Insgesamt sollten Trader vorsichtig sein, da niedrige Volumen in der Vergangenheit zu höherer Volatilität geführt haben.

Wie Kevin Kelly, ein Finanzanalyst bei Delphi Digital, erklärte, bei 30.000 US-Dollar „werden die kurzfristigen Aussichten ein ganzes Stück pessimistischer, wenn und sobald wir unter dieses Schlüsselniveaus fallen“.

Kelly sagte weiter:

„Ich glaube nicht unbedingt, dass wir einen annähernd so beträchtlichen Rückgang bekommen, wie wir ihn etwa nach Dezember 2017, Anfang 2018 und bis Ende des Jahres hatten. Aber ich denke, dass wir aufgrund der Marktstruktur kurzfristig mit etwas mehr Volatilität und möglicherweise mehr Widerstand rechnen müssen.“

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph.com wider. Jeder Investment- und Handelsschritt birgt ein Risiko und man sollte gut recherchieren, bevor man eine Entscheidung trifft.

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