Gar nicht so schlimm? Aktuelle Bitcoin-Korrektur bisher schwächste im Jahr 2021

Bitcoin ist von seinem Allzeithoch um lediglich 17 Prozent gefallen. Damit ist diese Korrektur die bisher schwächste in diesem Jahr.

In früheren Bullenmarktzyklen gab es eine messbare Korrektur und dann eine Erholung zum Jahresende. Wenn sich die Geschichte wiederholt, könnte das wieder der Fall sein.

Die Korrektur hat es eindeutig schon gegeben: Bitcoin (BTC) erreichte am 10. November ein Allzeithoch bei knapp 69.000 US-Dollar und ist seitdem um etwa 17 Prozent auf das aktuelle Niveau zurückgegangen.

Einige Mainstream-Medien wie Forbes glauben, der aktuelle Rückschlag hat dem Markt wieder einen bärischen Umschwung beschert. Dazu gab es am Dienstag eine Schlagzeile: „Ist Bitcoin nach dem Rückgang um 20 Prozent von seinem Allzeithoch wieder in einem Bärenmarkt?“

Der Einbruch im November war jedoch die schwächste Korrektur im Jahr 2021. Zwischen April und Juli belief sich die Korrektur auf 53,4 Prozent. Die jüngste Korrektur im September war die zweitstärkste und belief sich auf 37 Prozent gegenüber dem ATH vom April.

Die Analysewebseite Glassnode hat in ihrem Bericht „Week On-Chain“ vom Montag erklärt, die derzeitige Korrektur sei für Bitcoin-Hodler „das Übliche“. Weiter deutete sie im Bericht an, dass die Korrektur bald vorbei sein könnte. Sie bestätigte auch, dass die derzeitige Marktkorrektur die „schwächste im Jahr 2021“ sei.

Einige Leute glauben, wenn es nicht zu einem Einbruch an den Aktienmärkten aufgrund der Verschlechterung der Corona-Situation durch die Omicron-Variante kommt, wird es zu einer sogenannten „Santa Claus“-Rallye kommen. Dabei handelt es sich um einen Begriff aus dem Aktienmarkt-Jargon. Bei einer solchen Rallye steigen die Kurse in den letzten fünf Handelstagen im Dezember und den ersten beiden Handelstagen im Januar. Auch in den vergangenen Jahren wurde das auf den Kryptomärkten beobachtet. Kursanstiege im Dezember werden oft kurz mit diesem Begriff beschrieben.

Im vergangenen Dezember liegt der Bitcoin-Kurs im Laufe des Monats um 47 Prozent und im Dezember 2017 sogar um 80 Prozent auf ein neues Allzeithoch. In beiden Fällen bestanden Bullenmärkte, wie der, den wir derzeit haben.

Redaktionsschluss lag BTC bei knapp 58.000 US-Dollar. Kommt es zu einer solchen „Santa Claus“-Rallye wie im letzten Jahr könnte der Kurs noch vor Jahresende auf über 80.000 US-Dollar steigen.

Der Mitbegründer von 8848 Invest Nikita Rudenia ist ebenfalls zuversichtlich im Hinblick auf eine solche Rallye.

„Trotz der offensichtlichen Rückschläge bisher, ist Bitcoin immer noch auf bestem Weg, bis Ende des Jahres auf 70.000 US-Dollar pro Coin zu klettern. Sollte dieses Kunststück gelingen, könnten wir den Coin Anfang 2022 bei 75.000 US-Dollar sehen und dann eine große Korrektur verzeichnen.“

Ether (ETH) entwickelt sich hingegen derzeit überdurchschnittlich gut. Das ETH/BTC-Verhältnis ist laut CoinGecko mit 0,082 BTC pro 1 ETH oder etwa 12 ETH pro 1 BTC so hoch wie seit Mitte Mai nicht mehr. Das könnte dazu führen, dass der ETH-Kurs im Dezember weiter ansteigt.

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Nach einem tiefen Einblick in die On-Chain-Muster kam Glassnode zu dem Schluss, dass Bitcoin-Investoren nun mehr Gewinne erzielt haben als während der Korrektur im September.

„Langfristige und kurzfristige Besitzer halten ein profitableres Angebot als bei der Korrektur im September. Das gilt generell als konstruktiv für den Kurs.“

Glassnode berichtete, der Gesamtanteil des rentablen Angebots unter kurzfristigen Besitzern ist seit September um 60 Prozent gestiegen. Die Webseite fasst zusammen: „Unter Bullenmarktbedingungen ergibt diese Kombination in der Regel einen recht konstruktiven kurzfristigen Ausblick.“

Die Hoffnungen auf eine „Santa Claus“-Rallye werden daher allmählich größer. Ein solcher Schub zum Jahresende kann auf eine Reihe von Faktoren zurückgeführt werden, wie etwa die Weihnachtsstimmung und eine erhöhte Liquidität aufgrund von Weihnachtsgeld.

Die neue Omicron-Variante des Corona-Virus könnte einer solchen Rallye allerdings einen Dämpfer verpassen, wenn es zu größeren Auswirkungen auf die globalen Finanzmärkte kommt und weitere Lockdowns kommen oder drohen. Nach Angaben von Nasdaq könnten sich Anleger vorerst zurückhalten, bis mehr über den neuen Virusstamm bekannt ist.

Andererseits lag Bitcoin letztes Jahr um diese Zeit gerade mal bei 18.857 US-Dollar.

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