Präsident von Kasachstan: „Schlagen als Mining-Vizeweltmeister bisher kein Kapital aus Krypto“

Mehr Krypto-Regulierung soll Kasachstan mehr Einnahmen durch Kryptowährungen bescheren, wie Präsident Tokayev vorrechnet.

In einem Meeting mit der heimischen Finanzbranche hat Kassym-Jomart Tokayev, der Präsident von Kasachstan, seine Einschätzung zur aktuellen Lage des kasachischen Finanzwesens abgegeben. Die Rede des Präsidenten wurde auf der offiziellen Regierungsseite der Republik Kasachstan veröffentlicht und von Cointelegraph in Auszügen übersetzt.

So heißt es darin zum Thema Krypto unter anderem:

„Kryptowährungen sind eine echte Größe, die wir nicht einfach ignorieren können. Deshalb ist es unabdingbar, ihren etwaigen Einfluss auf das Finanzsystem zu untersuchen.“

Präsident Tokayev bei seiner Rede | Quelle: Akorda.kz

Dem fügt der Präsident an:

„Aus diesem Grund sollten wir weiter daran arbeiten, einen ausgewogenen Rechtsrahmen für den Betrieb von Kryptobörsen in unserem Land zu schaffen, denn wir sind zwar die Nummer Zwei der weltweiten Mining-Branche [für Bitcoin], generieren daraus bisher jedoch kaum Profit.“

Laut den Daten der Universität Cambridge macht Kasachstan inzwischen 18,10 % der gesamten Hashrate von Bitcoin (BTC) aus. Damit ist das osteuropäische überraschend der Vizeweltmeister hinter den den USA (35,40 %) und vor dem großen Bruder Russland (11,23 %) auf Platz 3. Allerdings gibt es in dem Land eine Vielzahl an Privatpersonen, die „schwarzes“ Bitcoin-Mining betreiben. Schätzungsweise wird bis zu 50 % der Mining-Aktivität in Kasachstan gar nicht erst gemeldet, was für die Regierung ein echtes Problem ist.

Die noch unausgereifte Krypto-Regulierung des Landes führt dazu, dass Kasachstan bisher kaum mit Steuereinnahmen von dieser erfolgreichen Entwicklung profitiert. Dies soll sich mit einer gesetzlichen Öffnung nun ändern.

Dementsprechend steht Präsident Tokayev auch anderen technischen Finanzinnovationen offen gegenüber. So hält er die Einführung einer eigenen Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) für denkbar und fordert die heimische Finanzbranche explizit auf, mutiger zu sein:

„Unsere Finanzinstitute müssen diese Chancen ergreifen und ambitionierte Ziele verfolgen. Es dürfen nicht nur Dinge kopiert werden, die es schon gibt, sondern es müssen neue Dienstleistungen erarbeitet werden, die sich weit über die Landesgrenzen von Kasachstan hinaus verbreiten. Der Staat wird dabei helfen, diese Initiativen anzustoßen.“

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