Santander UK verbietet nun ebenfalls Überweisungen zur Binance

Nach der Warnung der FCA bezüglich Binance verbietet die nächste große Bank Einzahlungen auf die Krypto-Handelsplattform.

Der britische Ableger der spanischen Bank Santander erlaubt seinen Kunden keine Überweisungen mehr zur marktführenden Kryptobörse Binance, nachdem die britische Finanzaufsicht FCA eine Warnung gegen diese ausgesprochen hat.

Den entsprechenden Schritt gab der Kundenservice der Bank auf Twitter bekannt, wobei es heißt, dass sich die Santander UK „dazu entschieden hat, keine weiteren Zahlungen an Binance freizugeben“, um die eigenen Kunden vor etwaigem Krypto-Betrug zu schützen. Den Bankkunden ist es zwar weiterhin möglich, von der Krypto-Handelsplattform Geld auf ein Santander-Konto zu buchen, doch wegen „der Warnung der FCA an die Verbraucher“ werden alle Zahlungen an die Kryptobörse ab sofort untersagt.

Quelle: Twitter

Eine Vielzahl an Kunden der Santander zeigte sich daraufhin empört.

„Als langjähriger Kunde sage ich euch klar und deutlich: Schreibt mir NICHT vor, wie ich MEIN Geld ausgeben kann“, wie der Twitter-Nutzer Brian Moore zum Beispiel reagiert. Dem fügt er an: „Wenn ich Binance nutzen will, dann ist das MEINE Sache.“

Ein anderer Bankkunde meint wiederum:

„Ihr setzt unschuldige Kunden, die gut informiert sind, durch eure Blockade einem beträchtlichen Risiko aus, dass sie ihre Investitionen verlieren. Ist das fair oder vernünftig? Man kann überall Opfer von Betrug werden oder starke Verluste machen. Das ist einfach lächerlich.“

Vergangenen Monat hatte die britische Finanzaufsicht FCA gewarnt, dass die Binance Markets Limited „keinen ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb“ mehr in Großbritannien führen darf. Obwohl die Aufsichtsbehörde zwar nicht für den Umgang mit Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) zuständig ist, fallen einige Krypto-Derivate in ihren Zuständigkeitsbereich. Im Zuge dessen mahnte sie Anleger zur Vorsicht vor „Werbungen im Internet und in den sozialen Medien, die hohe Renditen bei Investitionen in Kryptowährungen und Krypto-Finanzprodukte versprechen“.

Binance hat bereits auf die Warnung der FCA reagiert, wobei die Handelsplattform ausdrücklich betont, dass ihr hiermit auf ihrer Hauptdomain Binance.com keinesfalls der Geschäftsbetrieb in Großbritannien verboten ist, denn die Binance Markets Limited ist ein eigenständiges Unternehmen. Nichtsdestotrotz haben einige Finanzinstitute, wie nun auch Santander, bereits Schritte unternommen, um zu verhindern, dass die eigenen Kunden weiterhin mit der Kryptobörse interagieren.

So hat die britische Großbank Barclays in dieser Woche ebenfalls alle Kreditkartenzahlungen und Banküberweisungen an die Krypto-Handelsplattform bis auf Weiteres ausgesetzt. Die britische Starling Bank tut es ebenfalls der Santander gleich, indem Bankkunden zwar Gelder von der Binance auf ihre Konten auszahlen können, jedoch keine weiteren Einzahlungen mehr möglich sind. Die britische Bank Monzo hat bisher noch keine Einschränkungen vorgenommen, und will die Krypto-Investitionen ihrer Kunden nicht unterbinden.

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