Trotz Betrugsvorwürfen und Binance-Untersuchung: SQUID-Token steigt um 600 Prozent

Binance hat die Entwickler von SQUID auf ihre schwarze Liste gesetzt und berichtet, dass die Entwickler Coin-Mixer verwendet haben um ihre Spuren zu verschleiern.

Die weltweit größte Krypto-Börse Binance hat eine Untersuchung in den SQUID Game Token (SQUID) gestartet, um das Geld, das bei einem Pump-and-Dump-System vor ein paar Tagen verdient wurde, nachzuverfolgen.

Laut der Börse handle es sich bei dem auf der Binance Smart Chain basierenden Gaming-Token SQUID vermutlich um einen sogenannten Exit Scam oder Rug Pull. Trotzalledem kaufen einige extrem optimistische Nutzer den Token noch immer und hoffen auf ein Comeback. Dabei stieg der Kurs in den vergangenen 24 Stunden um das sechsfache.

Binance sucht momentan nach Möglichkeiten, um den Token-Besitzern zu helfen, die Verluste gemacht haben. Berichten zufolge setzt Binance die Adressen der Entwickler des Projekts auf schwarze Listen und nutzt Blockchain Analytics um böswillige Akteure zu identifizieren. Sie hofft, das verlorene Geld wierderzuerlangen, selbst wenn das eher unwahrscheinlich ist.

Binance fand heraus, dass die Entwickler den Coin Mixer Tornado Cash verwendeten, um ihre Transaktionen zu verschleiern. „Unser Sicherheitsteam verfolgt gerade die Geldflüsse“, sagte ein Sprecher gegenüber Barrons. Er fügte hinzu:

„Diese Formen des Betrugs treten im DeFi-Raum mittlerweile häufiger auf, da spekulative Krypto-Investoren auf der Suche nach dem nächsten Coin sind, der extrem steigen wird. Dabei investieren sie schnell in Projekte ohne sich zuvor sorgfältig zu informieren.“

Binance will seine Ergebnisse den entsprechenden Strafverfolgungsbehörden zukommen lassen.

Am Freitag berichtete Cointelegraph, dass Token-Besitzer nicht verkaufen konnten, nachdem der Preis von SQUID um mehr als 45.000 Prozent stieg. Branchenbeobachter hatten zu der Zeit bereits gewarnt, dass das Projekt wie ein Betrug wirkt. Signale dafür waren beispielsweise geschlossene Social-Media-Konten, anonyme Entwickler und ein fragwürdiges White Paper. Bekannte Medienplattformen haben über den Squid Game Token berichtet und damit noch mehr FOMO ausgelöst.

SQUID/USD, Chart vom 4. November Quelle: CoinMarketCap

Innerhalb weniger Tage gab es eine ganze Reihe von Kopien des Token und des Social-Media-Kanals. Die Entwickler posteten im Telegram-Channel „Squid Game BSC“, sie „wollen das Projekt nicht weiterführen, da wir aufgrund der Betrüger traurig sind und uns überwältigt von dem Stress fühlen“.

Am Montag hatte Twitter ihren Account als verdächtig eingestuft und der Token-Kurs brach um 99 Prozent ein. Der Kurs fiel dabei von 2.861 US-Dollar auf fast null.

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CoinMarketCap warnt auf seiner Seite nun vor SQUID:

„Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass das Projekt ein Betrug ist. Bitte informieren sie sich sorgfältig und seien sie sehr vorsichtig. Dieses Projekt ist zwar von der gleichnamigen Netflix-Sendung inspiriert, steht mit dieser aber nicht offiziell in Verbindung.“

Interessanterweise kaufen Leute immer noch diese Token. Bei Redaktionsschluss ist SQUID in den letzten 24 Stunden um 600 Prozent gestiegen und lag bei 0,038 US-Dollar, wie aus Daten von CoinMarketCap hervorgeht.

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