Unsicherheit macht sich breit – Bitcoin senkt erstmals wieder Mining-Difficulty ab

Besonders das Verhalten der langfristigen Anleger lässt darauf schließen, dass zurzeit viel Unsicherheit im Markt ist.

Bitcoin (BTC) befindet sich weiterhin in der Zerreißprobe durch Bullen und Bären, was sich nun auch auf das zugehörige Blockchain-Netzwerk auswirkt.

Wie die Daten zeigen, wurde deshalb unter anderem die Mining-Difficulty nach 18 Wochen der stetigen Erhöhung (also seit Juli) jetzt erstmals wieder gesenkt.

Auch Difficulty sinkt durch Kursabschwung

Die schwache Kursentwicklung der letzten Wochen lässt einige Beobachter befürchten, dass der Rücklauf vom jüngsten Rekordhoch bei 69.000 US-Dollar noch nicht vorbei ist.

Die aktuelle Schwächephase hat inzwischen sogar das wohl zuverlässigste Prognosemodell in Frage gestellt, wodurch BTC/USD langsam in unbekannte Gewässer abrutscht, obwohl der Kurs im Vergleich zum Vorjahr noch immer nahezu verdoppelt ist.

„Bitcoin liegt jetzt mehr als 20 % hinter dem jüngsten Rekordhoch zurück, weshalb die Medien übergreifend einen neuen Abwärtstrend für Bitcoin ausrufen“, wie die Krypto-Marktforscher von Glassnode die momentane Lage in ihrem Newsletter „The Week On-Chain“ zusammenfassen. Dem fügen sie an:

„Allerdings könnte es einige Leser überraschen, dass der momentane Rücklauf der am wenigsten schlimmste im Jahr 2021 ist. Man könnte sogar fast sagen, dass ein solches Verhalten für Bitcoin-Anleger schon fast zum Alltag gehört.“

Nichtsdestotrotz wirkt sich die anhaltende Talfahrt nun auch auf das Bitcoin-Netzwerk aus. So wurde der Schwierigkeitsgrad für den Abbau der marktführenden Kryptowährung am 28. November bereits um 1,5 % verringert und wird demnächst wohl um zusätzliche 2 % gesenkt.

Bitcoin-Difficulty seit Dezember 2020. Quelle: Blockchain

Langfristige Anleger sorgen für Unsicherheit

Glassnode geht dementsprechend davon aus, dass es für den Bitcoin-Kurs noch weiter nach unten gehen kann.

Die Gründe dafür sind eine Mischung aus Verkaufsdruck von langfristigen Anlegern, einem hohen Open-Interest im Derivatehandel und andere externe Faktoren, die den Markt in den Abwärtssog ziehen.

„Das Open-Interest für Optionen und Futures liegt fast auf einem neuen Rekordhoch, was uns Sorge hinsichtlich einem möglichen ‚Flush-Out‘ bereitet. Die Funding-Rates stimmen derweil nur leicht positiv, was die Wahrscheinlichkeit für einen Long-Squeeze oder Short-Squeeze umso höher macht“, so die Marktforscher dahingehend.

Speziell im Bezug auf die langfristigen Anleger meint Glassnode:

„Die langfristigen Anleger haben 5,8 % der seit März geschöpften Angebotsmenge wieder auf den Markt gebracht, was bestätigt, dass selbst die optimistischsten Anleger zurzeit sehr unsicher sind.“

Kauf- und Verkaufverhalten der langfristigen Anleger (LTHs) . Quelle: Glassnode

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