US-Außenministerium rät El Salvador zur „strengen Regulierung“ von Bitcoin

Diplomatin Victoria Nuland weist darauf hin, dass die USA nach einem schwerwiegenden Cyberangriff Bitcoin umso mehr unter die Lupe nehmen, und empfiehlt dies auch El Salvador.

Victoria Nuland, eine ranghohe Diplomatin des amerikanischen Finanzministerium, empfiehlt El Salvador, dass Bitcoin nach der offiziellen Anerkennung als Zahlungsmittel streng reguliert werden sollte.

Die entsprechenden Empfehlung sprach Nuland am Mittwoch in einer Pressekonferenz aus, die auf ein Treffen mit Präsident Nayib Bukele folgte. So hätte die USA nach dem Hackerangriff auf die Colonial Pipeline, bei dem die marktführende Kryptowährung als Zahlungsmittel für die Lösegeldforderung eine zentrale Rolle spielte, Bitcoin unter strenge Beobachtung genommen. El Salvador solle deshalb lieber ähnlich verfahren. Das kleine mittelamerikanische Land hatte im Juni ein Gesetz verabschiedet, durch das Bitcoin (BTC) ab dem 7. September als offizielle Währung anerkannt wird.

„Ich habe dem Präsidenten empfohlen, dass El Salvador in jedem Fall sicherstellen sollte, dass Bitcoin streng reguliert wird, dass damit transparent und verantwortungsvoll umgegangen wird, und dass sich das Land gegen bösartige Akteure schützt“, so Nuland.

Das Treffen von Nuland mit dem Präsidenten und der Außenministerin von El Salvador ist Teil einer Rundreise durch El Salvador, Paraguay und Panama, in denen die US-Diplomation mit ihren Gastgebern Themen wie Migration, Demokratie und regionale Entwicklung bespricht.

Kryptowährungen stehen dabei scheinbar immer mehr auf der außenpolitischen Agenda der USA, denn selbst Präsident Joe Biden hatte zuletzt öffentlich auf den Hackerangriff auf die Colonial Pipeline Bezug genommen, und ein Cybersicherheitsabkommen mit Russland in Aussicht gestellt.

Die Mahnung der USA gegenüber El Salvador hinsichtlich dem Umgang mit Bitcoin kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich das mittelamerikanische Land in Verhandlungen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über mögliche Hilfskredite befindet. Das amerikanische Außenministerium unterstützt die Zahlungen, doch der IWF hatte sich zuletzt selbst besorgt gezeigt, was die Einführung von Bitcoin in dem Land betrifft, denn daraus könnte „eine Reihe wirtschaftlicher und finanzieller Probleme entstehen, die sehr genau bedacht werden müssen“.

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