Warten auf die „Fed“ – Bitcoin drückt zum Monatsende den Pausenknopf

Zum Monatsende geht Bitcoin in eine Seitwärtsbewegung über, die durch die US-Zentralbank eine entscheidende Richtungsvorgabe bekommen könnte.

Bitcoin (BTC) bewegt sich am heutigen 27. August nur seitwärts entlang der 47.000 US-Dollar Marke, wobei die Anleger angesichts einer laufenden Konferenzveranstaltung der amerikanischen Zentralbank wohl zunächst abwarten.

Bitcoin-Kursdiagramm (Bitstamp). Quelle: TradingView

Kalte Füße zum Monatsende?

Wie die Daten von Cointelegraph Markets Pro und TradingView zeigen, schwankt BTC/USD am Freitag dementsprechend um die 47.000 US-Dollar.

In den letzten 24 Stunden ist vergleichsweise wenig Bewegung festzustellen, was wohl darin begründet liegt, dass der Markt einerseits auf die Entscheidung der „Federal Reserve“ wartet und andererseits zum Ende des Monats Optionskontrakte im Wert von 2 Mrd. US-Dollar auslaufen.

„Derzeit gibt es keine starke Reaktion“, wie der Krypto-Analyst Rekt Capital deshalb zusammenfasst. Dem fügt er an:

„Ein Tagesabschluss über 47.000 US-Dollar wäre immerhin ein positives Zeichen.“

Damit wäre die marktführende Kryptowährung der großen 50.000 US-Dollar wenigstens wieder etwas näher, nachdem der Kurs unter der Woche krachend an dieser Hürde gescheitert ist.

Cointelegraph-Experte Michaël van de Poppe hält derweil an seiner vorherigen Prognose fest, die den Support bei 44.000 US-Dollar als kurzfristiges Kursziel ausgibt.

„Das peile ich für Bitcoin noch immer als Ziel an“, wie er dahingehend auf Twitter schreibt.

Das Auslaufen der Bitcoin-Optionen generiert in der Regel mehr Angst um Verkaufsdruck als tatsächlichen Verkaufsdruck, denn oftmals bleibt der Kurs geradezu unbeeindruckt. Nichtsdestotrotz ist Vorsicht geboten, denn am Freitag hat das Open Interest bei einem Wert von 9,19 Mrd. US-Dollar ein mehrmonatiges Hoch erreicht.

Open Interest für Bitcoin-Optionen. Quelle: Bybt

Was macht die Fed?

Wie Cointelegraph berichtet hatte, soll die virtuelle Konferenzveranstaltung der US-Zentralbank Aufschluss über die weitere Stoßrichtung in der Endphase der Corona-Pandemie geben.

Es wird vermutet, dass die „Fed“ ihre Anleihenkäufe zurückfährt, was wiederum negative Auswirkungen auf den Aktienmarkt haben könnte, der zurzeit im Hoch liegt.

Ob dadurch wiederum die Nachfrage nach alternativen Finanzprodukten angekurbelt wird, bleibt abzuwarten. Im Vorfeld der Konferenz ist der US-Dollar bereits nach oben geklettert, was in der Regel ein schlechtes Vorzeichen für die marktführende Kryptowährung ist.

US-Dollar-Index. Quelle: TradingView

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